Babykleidung Größen: Die richtige Größe finden ohne Fehlkäufe
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Wichtiger Hinweis: Dieser Artikel dient ausschließlich der Information und ersetzt keine ärztliche oder hebammenärztliche Beratung. Besprich Fragen zur Gesundheit und Sicherheit deines Babys immer mit eurem Kinderarzt oder eurer Hebamme.
Babykleidung in der richtigen Größe zu kaufen, fühlt sich manchmal an wie Lottospielen. Größe 62 passt bei Marke A perfekt, bei Marke B ist sie riesig und bei Marke C schon zu eng. Dazu kommt, dass Babys in den ersten Monaten so schnell wachsen, dass eine Größe oft nur vier bis sechs Wochen passt. Mit den richtigen Strategien sparst du dir teure Fehlkäufe und hast trotzdem immer passende Kleidung im Schrank.
Babykleidung-Größentabelle: Alter und Körperlänge zuordnen
Deutsche Babykleidung wird nach Körperlänge in Zentimetern bemessen, nicht nach Alter. Größe 50 entspricht einer Körperlänge von 44 bis 50 cm, Größe 56 einer Länge von 51 bis 56 cm, und so weiter in 6er-Schritten. Die Altersangaben auf den Etiketten sind nur grobe Richtwerte, weil Babys unterschiedlich schnell wachsen. Ein großes Neugeborenes braucht vielleicht schon Größe 56, während ein zierliches Baby mit drei Monaten noch in 56 passt.
| Größe | Körperlänge | Alter (ca.) |
|---|---|---|
| 50 | 44-50 cm | Neugeboren |
| 56 | 51-56 cm | 0-2 Monate |
| 62 | 57-62 cm | 2-4 Monate |
| 68 | 63-68 cm | 4-6 Monate |
| 74 | 69-74 cm | 6-9 Monate |
| 80 | 75-80 cm | 9-12 Monate |
Miss dein Baby regelmäßig von Kopf bis Fuß in gestreckter Position. Das ist bei strampelnden Babys eine Herausforderung — am besten zu zweit: Eine Person hält das Baby sanft, die andere misst mit einem Maßband. Alternativ markiere Kopf- und Fußposition auf einem Bettlaken und miss den Abstand hinterher. Die Messung bei der U-Untersuchung im gelben Heft ist ebenfalls ein verlässlicher Referenzpunkt.
Markentypische Unterschiede: Warum 68 nicht gleich 68 ist
Jede Marke hat ihre eigene Passform-Philosophie. H&M fällt tendenziell groß aus — Größe 68 entspricht bei vielen Babys eher einer 74. C&A schneidet ebenfalls großzügig, während Zara eher schmaler und kürzer ausfällt. Petit Bateau ist bekannt für enge Passformen, Vertbaudet für großzügige. Wenn du eine Marke gefunden hast, deren Passform zu deinem Baby passt, bleib dabei — das spart Rücksendeaufwand.
Bio-Marken wie Hessnatur, Living Crafts oder Engel Natur verwenden oft unbehandelte Naturfasern, die beim Waschen stärker einlaufen können als konventionelle Baumwolle. Kaufe bei diesen Marken im Zweifel eine Nummer größer und wasche die Kleidung vor dem ersten Tragen. Nach der ersten Wäsche hat sich der Stoff gesetzt und du weißt, wie die tatsächliche Passform ist.
Second-Hand-Babykleidung fällt oft kleiner aus als Neuware der gleichen Größe, weil sie bereits eingelaufen ist und der Stoff durch häufiges Waschen etwas eingegangen sein kann. Probiere gebrauchte Kleidung deshalb immer an oder miss die Teile aus, bevor du einen größeren Posten kaufst. Auf Flohmärkten oder bei Vinted ist Messen vor dem Kauf nicht immer möglich — kalkuliere deshalb einen gewissen Schwund ein.
Strategien gegen Fehlkäufe
Kaufe für die aktuelle Größe nur den Grundbedarf: fünf bis sieben Bodys, drei bis vier Strampler oder Hosen, zwei bis drei Oberteile, ein bis zwei Schlafanzüge. Für die nächste Größe legst du einen kleinen Vorrat an, der parat liegt, sobald die aktuelle Größe zu eng wird. Vermeide es, drei Größen im Voraus einzukaufen — du weißt nicht, in welcher Jahreszeit dein Baby welche Größe tragen wird.
Saisonale Planung ist bei Babykleidung entscheidend. Ein dicker Winterpulli in Größe 74, den du im Sale gekauft hast, nützt nichts, wenn dein Baby Größe 74 im Hochsommer erreicht. Überlege vor dem Kauf, wann dein Baby voraussichtlich in die nächste Größe wächst und welche Jahreszeit dann ist. Die U-Untersuchungskurve im gelben Heft gibt dir einen groben Anhaltspunkt für die Wachstumsprognose.
Mitwachsende Kleidung spart Geld und Nerven. Bodys mit Wickelausschnitt (statt über den Kopf ziehen) sitzen länger passend. Hosen mit Umschlagbündchen können hochgekrempelt werden und wachsen eine halbe bis ganze Größe mit. Strampler mit Reißverschluss sind praktischer als Knöpfe — beim nächtlichen Wickeln wirst du den Unterschied zu schätzen wissen.
Welche Materialien für welches Alter?
In den ersten drei Monaten hat Baumwolle Vorrang. Weiche, unbehandelte Baumwolle reizt die empfindliche Neugeborenen-Haut am wenigsten. Achte auf Öko-Tex Standard 100 oder GOTS-Zertifizierung, die sicherstellen, dass keine Schadstoffe im Stoff sind. Synthetische Materialien (Polyester, Nylon) haben in Babykleidung für die ersten Monate nichts verloren — sie stauen Wärme und Feuchtigkeit.
Ab dem vierten bis sechsten Monat kommen Mischgewebe ins Spiel, besonders bei Outdoor-Kleidung. Softshell-Overalls mit Fleece-Innenseite halten im Herbst und Winter warm und sind wasserabweisend. Wolle-Seide-Mischungen regulieren die Temperatur hervorragend und eignen sich als Basisschicht unter der Jacke. Sie sind pflegeintensiver als Baumwolle, aber das Material lohnt sich für aktive Babys, die in der Trage oder im Kinderwagen viel draußen sind.
Für den Sommer sind leichte Musselin-Stoffe eine gute Wahl. Die lockere Webstruktur lässt Luft zirkulieren und trocknet schnell, wenn dein Baby schwitzt oder spuckt. Musselin-Bodys und -Tücher sind in den letzten Jahren sehr beliebt geworden und werden von vielen Marken wie aden + anais, Lässig und MUSSELIN by dm angeboten. Preislich liegen sie etwas über normaler Baumwollkleidung, bieten dafür aber spürbaren Komfort bei Hitze.
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