Kliniktasche packen: Die ultimative Checkliste für die Geburt
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Wichtiger Hinweis: Dieser Artikel dient ausschließlich der Information und ersetzt keine ärztliche oder hebammenärztliche Beratung. Besprich Fragen zur Gesundheit und Sicherheit deines Babys immer mit eurem Kinderarzt oder eurer Hebamme.
Zwischen der 34. und 36. Schwangerschaftswoche sollte die Kliniktasche gepackt bereitstehen. Zu diesem Zeitpunkt ist die Wahrscheinlichkeit einer spontanen Geburt noch gering, aber du bist vorbereitet, falls es schneller geht als erwartet. Eine gut gepackte Tasche nimmt dir im Moment der Aufregung mindestens eine Sorge ab. Hier findest du eine praxiserprobte Liste, sortiert nach Priorität.
Dokumente und Formalitäten: Das muss mit
An erster Stelle stehen die Dokumente: Mutterpass, Personalausweis, Versichertenkarte, Einweisungsschein vom Frauenarzt und eventuell der Allergieausweis. Wenn du einen Geburtsplan geschrieben hast, pack zwei Kopien ein, eine für das Kreißsaal-Team und eine für dich als Erinnerung. Auch die Heiratsurkunde oder Vaterschaftsanerkennung kann für die Geburtsanmeldung relevant sein, falls ihr nicht verheiratet seid.
Pack die Dokumente in eine durchsichtige Mappe oder einen Zip-Beutel, damit du im Krankenhaus nicht lange suchen musst. Manche Kliniken bieten eine Voranmeldung an, bei der du alle Formalitäten bereits Wochen vor der Geburt erledigen kannst, das spart im Ernstfall wertvolle Zeit und Nerven.
Ladekabel fürs Handy nicht vergessen, klingt banal, aber nach einer langen Geburt ist der Akku garantiert leer, und du möchtest die ersten Fotos nicht verpassen. Ein portabler Akku als Backup ist noch besser. WLAN ist in vielen Kliniken verfügbar, aber nicht überall, prüfe das bei der Klinikbesichtigung oder frage beim Voranmeldetermin.
Für die Geburt: Bequeme Kleidung und Energie
Für die Geburt selbst brauchst du bequeme, weite Kleidung, die schmutzig werden darf. Ein langes T-Shirt, ein Nachthemd mit Knöpfen vorne (zum Stillen) oder einfach ein alter Bademantel sind gute Optionen. Viele Frauen möchten während der Geburt warme Füße, pack dicke Socken oder rutschfeste Hausschuhe ein. Ein Haargummi hält die Haare aus dem Gesicht.
Snacks und Getränke halten dich bei Energie. Die Geburt kann Stunden dauern, und nicht jede Klinik hat rund um die Uhr eine Cafeteria. Müsliriegel, Trockenobst, Traubenzucker und isotonische Getränke oder Saftschorlen sind leicht verdaulich und liefern schnell Energie. Auch eine Trinkflasche mit Strohhalm ist praktisch, weil du damit trinken kannst, ohne dich aufsetzen zu müssen.
Falls du Musik oder Meditation zur Entspannung nutzen möchtest, pack Kopfhörer und eine Playlist auf dem Handy vor. Ein kleiner Bluetooth-Lautsprecher kann den Kreißsaal-Aufenthalt angenehmer machen, wenn das Kreißsaal-Team einverstanden ist. Massageöl oder ein Massageball für den unteren Rücken helfen bei Wehen, und ein Lippenbalsam verhindert trockene Lippen durch die Mundatmung.
Für die Wochenbettstation: Erholung und Stillen
Nach der Geburt bleibst du in der Regel zwei bis drei Tage auf der Wochenbettstation (nach Kaiserschnitt vier bis fünf Tage). Pack für diese Zeit zwei bis drei bequeme Schlafanzüge oder Nachthemden mit Stillzugang, Unterwäsche (Einweg-Slips sind praktisch für die ersten Tage), Stilleinlagen, eine Stillcreme (Lansinoh oder ähnlich) und Wochenbettbinden (die dicksten, die du finden kannst).
Hygieneartikel: Zahnbürste, Zahncreme, Duschgel (parfümfrei), Shampoo, Deo, Bürste, Gesichtscreme. Ein Bademantel und Badelatschen für den Weg zur Dusche auf dem Flur sind fast überall nötig. Manche Frauen packen auch eine kleine Wärmflasche ein, die hilft bei Nachwehen und ist generell tröstlich in den ersten Tagen.
Für die Unterhaltung: Ein Buch, das Handy mit Ladekabel und eventuell ein Tablet. Die ersten Tage auf der Wochenbettstation bestehen aus viel Warten, Stillen und Schlafen. Ein gutes Buch oder eine Serie auf dem Tablet kann die Wartezeiten zwischen den Mahlzeiten deines Babys angenehmer machen, besonders nachts, wenn dein Baby trinkt und du wach bist.
Für das Baby: Die erste Garderobe
Dein Baby braucht für die Klinik deutlich weniger als du denkst: zwei bis drei Bodys in Größe 50/56 (Wickelbodys sind am einfachsten anzuziehen), zwei Strampler oder Schlafanzüge, zwei Paar Socken oder Schühchen, eine Mütze und eine leichte Decke oder einen dünnen Schlafsack. Die meisten Kliniken stellen Windeln und Pflegeprodukte für die Dauer des Aufenthalts.
Für die Heimfahrt brauchst du zusätzlich: einen Autositz (Babyschale), eine Jacke oder einen Fußsack je nach Jahreszeit und eine Kuscheldecke. Teste den Autositz-Einbau VORHER, im Stress nach der Entlassung ist keine gute Zeit, um die Bedienungsanleitung zu studieren. Die Babyschale muss korrekt installiert sein, bevor ihr das Krankenhaus verlasst.
Verzichte auf Spielzeug, Schnuller-Ketten und aufwendige Outfits für den Klinikaufenthalt. Dein Neugeborenes braucht nichts davon. Weiche, bequeme Kleidung, Wärme und deine Nähe sind alles, was in den ersten Tagen zählt. Das süße Foto-Outfit für die Geburtsanzeige kann warten, bis ihr zu Hause angekommen seid und alle ausgeruht sind.
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